Landesjugendcamp

Bunt und laut ist es auf der Wiese im Sachsenhain, die Stimmung ist großartig. Lest hier, was es alles zu erleben gibt.

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Camp-Helden

Die Campleitung kürte Heiko Warnecke von der GWS-Truppe zum "Helden des Alltags". Viele Hände haben beim Camp angepackt, viele Kilometer wurden zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Traktor auf der Wiese zurückgelegt und viele Dinge wurden geschleppt. Stellvertretend für den Logistikapparat, der die ganze Zeit im Hintergrund läuft, wurde ein Held des Alltags benannt. Landesjugendpastorin Cornelia Dassler dankte Warnecke für seinen Einsatz. Der Ingenieur aus dem Sprengel Lüneburg engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Landesjugendcamp.
"Held des Alltags" ist eine Aktion des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen. Sie ist eine gelegenheit, sich bei ehrenamtlichen helfern zu bedanken. /rj

Den Heldenfilm gibt es hier:


Bild: Unterwegs auf dem Campgelände - Heiko Warnecke (neben dem Trecker)im Einsatz /rj

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Himmelsbotschafter gesucht!

Was verbindet Diakone und Pastoren? Die Gute Botschaft - das Evangelium! Studierende beider Berufsgruppen stellten ihre Studiengänge während des ganzen Camps vor.

Man konnte sich im Zelt zum Thema „Gute Botschaft“ vor einer Leinwand fotografieren lassen. Im Anschluss wurden per Photoshop am Computer Nachrichten eingefügt, die man anderen Menschen mitteilen möchte. Die Fotos wurden ausgedruckt und konnten im Bilderrahmen mitgenommen und verschenkt werden.

Ganz passend zur Aktion trägt das Zelt in dem sie untergebracht sind den Namen Himmelszelt.

Mathis Burfien, der als Pastor zur Gewinnung des theologischen Nachwuchses bei der Landeskirche arbeitet, erklärte, warum man ein Studium im theologischen Bereich machen sollte: „Als Pastor kannst du dich mir dem beschäftigen was dein Herz bewegt. Du begleitest Menschen von der Wiege bis zur Bahre und – was eine der schönsten Sachen ist – Du hörst nie auf, von Hoffnung zu sprechen, selbst auf dem Friedhof, wo eigentlich keiner von Hoffnung spricht.“ Insgesamt waren 26 Studierende beider Studiengänge da. Außerdem war der Diakon Hartmut Reimers anzutreffen, um dort über seinen Ausbildungsweg zu informieren. jeg

Bild: Phantasievoll warb die Landeskirche um Nachwuchs bei Diakonen und Pastoren. jeg

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NACHHALTIGKEIT wird großgeschrieben

Auch auf diesem Landesjugendcamp geht es wieder um Nachhaltigkeit. Wie viel CO² verbrauchen wir? Sind Speisen und Getränke nachhaltig? Immer wieder geht es um die Frage: Wie kann das Camp immer „besser“ für die Umwelt werden. Schon im Vorfeld des Camps gab es den Beschluss der Landesjugendkammer, der besagt, dass beim Camp auf Nachhaltigkeit geachtet werden soll.

GRÜN statt blau. In diesem Jahr gibt es statt der Dixiklos grüne Eco-Klos. Das Besondere ist, dass alle Abfälle kompostiert werden und der Umwelt zu Gute kommen. Außerdem wird der sonst unangenehme Geruch durch die Sägespäne neutralisiert.

GOLDENER SALZSTREUER verliehen: Wie auch schon im Jahr 2014 wird in diesem Jahr wieder der goldene Salzstreuer verliehen. Ausgezeichnet wurden besonders nachhaltige Projekte. Barnet aus Lüneburg, Mitglied der Jury, lobte den Einsatz: „Die haben sich echt viele Gedanken gemacht!“ Die ausgezeichneten Projekte mussten ökologisch, fair und biologisch sein. Unter anderem wurde beispielsweise ein Erdkühlschrank vor dem Sprengelzelt Stade gebaut.

KLIMAKOLLEKTE wurde seit der Eröffnungsfeier gesammelt. Das Landesjugendcamp produziert circa 35 Tonnen CO². Um diese Umweltbelastung zu kompensieren, müsste jeder 50 Cent spenden. Von diesem Geld werden Projekte in allen Ländern der Welt finanziert, um den CO²-Ausstoß zu senken, beispielsweise energieeffiziente Holzöfen anstatt eines Lagerfeuers.

Die KLIMASCHUTZMANAGERIN des Hauses kirchlicher Dienste Sonia Erdmann besuchte das Landesjugendcamp, um sich anzuschauen, wie Nachhaltigkeit auf dem Camp funktioniert. Schon vorab gab sie Tipps für ein umweltschonendes Camp. jeg

Bild: Jan Hendrik Saxe weist bei der Eröffnung auf die Klimakollekte hin. Eco-Siegel und Eco-Klos gehören dazu. jeg

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Schnellstes Abendbrot der Welt

3000 Fladenbrote, 120 Kilo Käse, 150 Flaschen Remoulade, 75 Kilo Tomaten und fertig ist das Extrapausenbrot. „Das ist das schnellste Abendbrot der ganzen Welt für 2000 Leute“, freute sich Landesjugendpastorin Cornelia Dassler. Am Samstagabend wurden die Teilnehmer des Landesjugendcamps mit frisch gefüllten Brottaschen gefüttert. Die Zutaten dafür wurden vorher von 70 freiwilligen Helfern vorbereitet. „Wir freuen uns schon seit Wochen auf diese Aktion“, schwärmte Bettina Heitmann aus dem Landesjugendpfarramt. Und ihre Kollegin Christin Plath ergänzt: „Da heißt es Hände desinfizieren, Schürze an, Häubchen auf und dann schnippeln, schnippeln, schnippeln.“

Bevor das Extrapausenbrot auf der Plaza verteilt wurde, feierten die Jugendlichen in den Veranstaltungszelten das Abendmahl. „Wir sind unverwechselbar; wir sind eine tolle Mischung“ war die Botschaft der Feier. Anschließend zogen die Jugendlichen singend ins Freie, um sich an einer der 20 Essensausgaben das Brot befüllen zu lassen. Für ein sommerliches Lounge-Feeling sorgte die Band Blue Friday mit jazziger Hintergrundmusik. rj

Bild: Speed-Dinner, vorbereitet u.a. von LaJu-Mitarbeiterinnen (rechts); vorher gabs Abendmahl. rj/gsa

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Festgebunden unter einem LKW

„Jung - Flucht“ war das Motto der abendlichen Lesung des Sprengels Hildesheim- Göttingen. Begleitet von orientalischer Musik und Fotos wurde von einer Flucht vorgelesen.

Es ist die Geschichte von Tarik und seinen Freunden, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Jungs versuchten, versteckt unter einem LKW, zu flüchten. Dabei wurde ein Teil gefasst von Kontrollen oder starben unter den schrecklichen Bedingungen der Flucht. Geschafft haben es nur wenige.

Sobald die Vorleser anfingen beruhigte sich das Zelt. Die Blicke richteten sich auf die Bühne zu den Fotos und vor allem bei dem Teil, wo die Schicksale vorgelesen wurden, tauschten die Zuhörer entsetzte und traurige Blicke aus.

Das Fazit zur Biografie: „Bewegend, aber gut!“ - wn/ls

Bild: Auch Campreporterin Leonie (17) (rechts) hat mit von der Flucht gelesen. wn

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Auf die Plätze- Moshpit- Los!!

Die Band Highgain spielte auf der Bühne von Hannover eineinhalb Stunden lang eigene Songs und coverte Bands wie zum Beispiel Green Day. Zu dieser Band zählt die Sängerin Wiebke Haver (16), Cord Haver (15) am Schlagzeug, Marius Hilker (17) an der Gitarre und Lukas Schulz (18) am Bass als Vertretung für Lasse Buchholz. Das Zelt war voll und alle Zuhörer sangen mit. Dazu wurde geklatscht, getanzt, gesprungen und gefeiert. Während des Songs „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten wurde der Schlagzeuger auf einer Luftmatratze vom Publikum auf den Händen durch den Raum getragen und für die Sicherheit hat er einen Bauhelm getragen mit einer Kamera drauf.

Die Meute vor der Bühne wurde anschließend aufgefordert einen Moshpit zu starten.

Was ist ein Moshpit?

Das Publikum teilt sich in zwei Hälften auf. Durch eine besondere Passage im Lied oder auf Zuruf der Band rennen diese beiden Gruppen aufeinander zu und ineinander. Von Außen sieht das Ganze sehr brutal aus, da sich alle Personen anrempeln und aneinander springen. Ist man jedoch in dem Moshpit involviert merkt man, dass es nicht gefährlich ist, denn die Ellenbogen werden nicht eingesetzt und wenn einer hinfällt, dann wird der Person aufgeholfen.

Es wurden 3 Moshpits nacheinander direkt vor der Bühne durchgeführt.

Verschwitzt und schnaubend beendete die Band das Konzert und das Publikum verließ ebenfalls verschwitzt das Zelt.//ls

 

 

Bild: High gain animierte zu drei Moshpits. jd

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Mit goldenen Salzstreuer ausgezeichnet

Die Mitglieder der AG Nachhaltigkeit der Landesjugendkammer haben erneut auf dem Landesjugendcamp ihren Nachhaltigkeitspreis „Goldener Salzstreuer“ vergeben. Die Bistros von Hannover, Stade, Lüneburg und Osnabrück wurden jeweils ausgezeichnet.

Am späten Freitagabend war die Jury auf dem Gelände unterwegs. Die Chefs der Bistros wurden nach unterschiedlichen Kriterien streng bewertet. Unter anderem spielte es eine Rolle, ob die Zutaten fair, regional und/ oder saisonal gehandelt wurden, wie weit auf Fleisch verzichtet bzw. eine vegetarische Alternative angeboten wurde, wie viel Verpackung durch den Einkauf anfiel und ob diese weitergenutzt wurde. Auch in welcher Verpackung das Essen ausgegeben wurde (beispielsweise Pfandschalen), ob der nötige Energiebedarf durch Kühlung in einem herkömmlichen Kühlschrank oder einem Erd-Kühlschrank stattfand und last but not least der Innovationspunkt für besondere Einfälle waren weitere Kriterien.

Positiv hervorgehoben wurde zum Beispiel der Erd-Kühlschrank vom Sprengel Stade, in dem die Getränke und das Obst gekühlt werden können. Ebenso hat der Sprengel Osnabrück am Freitagabend für alle Teilnehmenden des Sprengels ein Essen gekocht, dessen Zutaten von einem Demeter-zertifizierten Hof aus der Region stammten.

Eine besondere Innovation hat sich ebenfalls Osnabrück ausgedacht: Für die Smoothies musste man selbst an einem Fahrrad in die Pedalen treten, um den angeschlossenen Mixer in Bewegung zu setzen. jo

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Bild: Einen goldenen Salzstreuer erhielt u.a. Osnabrück um Kreisjugendwart Henning Enge (links) und Anna Schlendermann (r). jo

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Auf den Trecker, fertig, los!

Jeder, der über das Camp läuft, hat Sie schon mal gesehen. Die Helfer in dunkelblau mit dem orangefarbenen Schriftzug auf dem Rücken mit den Buchstaben „GWS“, die für Gas – Wasser – Service stehen. 37 Mitglieder bilden das Team, dass das Camp mit Getränken versorgt, Zecken zieht, sich um die Elektrik kümmert, die Sanitäranlagen in Schuss hält, den Müll beseitigt und viele weitere Aufgaben im Camp übernimmt.

Rebecca (18), aus dem GWS-Team, gab uns einen kleinen Einblick in den GWS Alltag:

 

Campreporter

Rebecca, wo kommst du denn her?

Rebecca

Aus dem Sprengel Hildesheim Göttingen. Dort bin ich Teamerin bei allen möglichen Aktionen.

Campreporter

Wie bist du auf die Idee gekommen dich dem GWS-Team anzuschließen?

Rebecca

Unsere neue Kirchenkreisjugendwartin Anne hat immer davon geschwärmt und als Sie mich gefragt hat, konnte ich nicht mehr „Nein“ sagen.

Campreporter

Würdest du dich wieder dafür entscheiden?

Rebecca

Ja, auf jeden Fall! Es macht wirklich Spaß, auch wenn es wirklich anstrengend ist.

Campreporter

Seit wann bist du denn schon hier?

Rebecca

Seit Montag schon.

Campreporter

Also schon bevor das Vorcamp überhaupt los ging? Was habt ihr da schon für Aufgaben wahrgenommen?

Rebecca

Da haben wir angefangen die Wege und die einzelnen Sprengel zu kennzeichnen, so dass jeder weiß, wo die Zelte stehen sollen und wo die Straße für die Trecker lang führt. Außerdem haben wir beim Bau der Waschzelte geholfen und schon mal angefangen die Sanitärleitungen zu legen.

Das war das noch sehr entspannt, weil man in Ruhe arbeiten konnte. Stressig wurde es erst ab Mittwoch. Da fing das Vorcamp an und wir wurden regelmäßig angefordert um Strom zu verlegen, Werkzeug zu liefern, die Bierzeltgarnituren zu verteilen.

Campreporter

Als die Teilnehmer kamen, habt ihr das Gepäck zu den jeweiligen Sprengeln gebracht?

Rebecca

Ja genau. Das war auch ein großes Durcheinander. Die Busse kamen nicht an den abgesprochenen Orten an und zum Teil kamen Sie gleichzeitig an und wir mussten das alles koordinieren.

Campreporter

Ihr seid ja auch zuständig für die Elektrik und die Sanitäranlagen auf dem Camp. Sind die Leute dafür ausgebildet?

Rebecca

Ja wir haben Elektriker, Installateure und sogar jemanden, der die App für die Getränkebestellungen programmiert hat. So bekommen wir die direkt auf ein zentrales Handy und können sofort einen Trecker los schicken.

Campreporter

Eine letzte Frage noch: Was ist dein Highlight beim GWS-Team?

Rebecca

Natürlich auf dem Trecker mitfahren. 

Bild: Das GWSTeam hat 37 Mitarbeitende, Rebecca (rechts) gab Einblick in die Aufgaben. wn

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Let's talk about SEX!

"Hallo, ich bin Malte, 21, und hatte schon mal Sex." Mit diesen Worten begann am Samstag eine Aktion des Sprengels Hildesheim-Göttingen. Bis dahin konnten die Jugendlichen Fragen zu den Themen "Sex" und "Masturbation" einreichen, die dann von Malte (21), Joyce (22) und Thomas (19) beantwortet wurden. Das Trio diskutierte vor über 100 Interessierten Fragen, wie "Kann man von Oralsex schwanger werden?" oder "Pille oder Kondom?". Die Moderation sorgte mit ihre Antworten für Gelächter, nicht nur, als Thomas direkt zu Beginn mit seinem Strandstuhl zusammenbrach. So antwortete dieser auf die Frage, was passiere, wenn einen die Nachtwache beim Sex erwische, grinsend: "Wenn sie dich in deinem Zelt erwischt, dann Respekt, dann ward ihr ganz schön laut!“ Daneben gaben die Drei auch ernste Antworten, beispielsweise über die verschiedenen Wege schwanger zu werden oder die Infektionswege von Geschlechtskrankheiten.

Daneben wurde das Publikum aktiv mit einbezogen. „Das kann schon zu einer psychischen Störung führen, wenn du dir dringend einen von der Palme wedeln willst und es nicht kannst“ bemerkte Rouven (28), der als Altenpfleger mit den Problemen schwächer werdender Menschen vertraut ist. Die Moderatoren jagten das Publikum im Laufe einer Stunde durch Gelächter und Totenstille, zauberten sowohl Grinsen, als auch Ekel in die Gesichter und stritten sich mit ihrem Gegenüber. So war man sich auf der Bühne gerade einig, dass eine Frau beim Sex nicht laut sein müsse, als es aus der Menge schallte, dass es für „ihn“ auf jeden Fall einfacher sei, wenn er Feedback bekomme. Am Ende ließ das Team dann lachende und diskutierende Jugendliche zurück. jd

Bild: Mit Humor und Ernsthaftigkeit diskutierten über Sex (von links) Malte (21), Joyce (22) und Thomas (19). jd

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Engel in weiß-rot

Wo viele Menschen sind kann auch viel passieren. Deshalb sind auf dem Landesjugendcamp rund um die Uhr Sanitäter der Johanniter Unfallhilfe vor Ort. Die jeweils fünf bis sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter behandelten bereits am Samstag um die 40 Verletzungen. Diese waren vor allem Fußverletzungen, die durch falsches Schuhwerk oder Barfuß laufen entstehen, Kreislaufprobleme aufgrund des heißen Wetters, Zecken und Insekten. Die Patienten, die beinahe dauerhaft bei der Sanitätsstation im Allerhaus oder bei den rundlaufenden Teams Hilfe suchten, waren in allen Altersbereichen wiederzufinden. nik

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Bild: David (links) und Christoph passen auf. nik

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